FAQ
Mit dieser FAQ möchten wir zu den häufigsten Fragen Antworten geben. Hast du danach noch weitere Fragen, kontaktier uns doch einfach.
Mitglied werden kann, wer:
- an einer deutschen Universität oder Hochschule studiert. Die Art der Hochschule spielt dabei keine Rolle. Studierende des KIT, der HKA, der DHBW, der PH oder anderer Hochschulen sind herzlich willkommen.
- männlich ist.
- zu uns passt und bereit ist, sich für die Gemeinschaft zu engagieren.
Um herauszufinden, ob wir zueinander passen, gibt es einen kleinen Kennenlern- und Bewerbungsprozess. Mehr dazu erfährst du in der nächsten Frage.
Hast du Interesse an einem Zimmer oder möchtest du unsere Verbindung kennenlernen, kannst du ganz unkompliziert über unsere Kontaktseite Kontakt mit uns aufnehmen. Email oder Instagram, beides ist in Ordnung.
Anschließend vereinbaren wir einen Termin für eine Keilführung. Dabei zeigen wir dir unser Haus und lernen uns in entspannter Atmosphäre gegenseitig kennen.
Besteht auf beiden Seiten Interesse, laden wir dich zu einem Keilabend ein. Dort verbringst du gemeinsam mit anderen Interessenten und der Aktivitas einen geselligen Abend. Im Sommer wird häufig gegrillt, für Verpflegung ist in jedem Fall gesorgt.
Sind anschließend alle Beteiligten der Ansicht, dass wir gut zueinander passen, erhältst du im nächsten Schritt einen Mietvertrag und wirst Spähfux (unser Name für Neumitglieder). Wie es danach weitergeht, erfährst du in der nächsten Frage.
Trittst du der Verbindung bei, bist du zunächst ein sogenannter Spähfux. In dieser Zeit steht vor allem das gegenseitige Kennenlernen im Vordergrund. Es wird noch nicht von dir erwartet, Verantwortung zu übernehmen. Stattdessen lernst du den Verbindungsalltag und deine Bundesbrüder kennen, nimmst an Veranstaltungen teil und hast regelmäßig Fechtunterricht.
Passt die Verbindung zu dir und du zu uns, wirst du nach etwa 2 Monaten als admittierter Fux in den Bund aufgenommen. Als solcher hast du bereits Stimmrecht bei Versammlungen, musst im ersten Semester allerdings noch kein Amt übernehmen.
Ab dem zweiten Semester übernimmst du in der Regel ein erstes Amt und damit schrittweise mehr Verantwortung für den Bund.
Der größte Vorteil unserer Verbindung, neben dem günstigen Zimmer, ist die Gemeinschaft. Studentenverbindungen entstanden ursprünglich als Zusammenschlüsse von Studenten, die sich in einer fremden Stadt gegenseitig unterstützen wollten. Auch heute ist es oft nicht einfach, in einer neuen Umgebung Anschluss zu finden. Durch die Verbindung lernst du vom ersten Tag an neue Menschen kennen, mit denen nicht selten Freundschaften fürs Leben entstehen.
Darüber hinaus profitierst du von einem starken Netzwerk. Unsere Alten Herren unterstützen Studierende beispielsweise bei der Suche nach Praktika, Werkstudentenstellen oder dem Berufseinstieg. Zusätzlich eröffnet uns die Mitgliedschaft im Coburger Convent ein deutschlandweites Netzwerk mit Verbindungen in zahlreichen Hochschulstädten.
Nicht zuletzt profitieren unsere Mitglieder von einem abwechslungsreichen Veranstaltungsprogramm. Reisen, Ausflüge und gemeinsame Aktivitäten können wir häufig deutlich günstiger anbieten. So war beispielsweise unser letzter Segelurlaub in Kroatien dank der Unterstützung eines Alten Herrn für die Teilnehmer nahezu kostenlos.
Eine Studentenverbindung ist mit einem gewissen Zeitaufwand verbunden. Neben der Fechtausbildung nehmen auch Veranstaltungen und die Mitarbeit in Ämtern Zeit in Anspruch. Wir erwarten von unseren Mitgliedern, dass sie sich aktiv in die Gemeinschaft einbringen und Verantwortung übernehmen.
Gleichzeitig stehen Studium und persönliche Verpflichtungen immer an erster Stelle. Deshalb haben wir Verständnis dafür, wenn Mitglieder zeitweise weniger Zeit für die Verbindung aufbringen können, beispielsweise während der Prüfungsphase oder in einem besonders anspruchsvollen Semester.
Alkohol spielt bei vielen unserer Veranstaltungen eine Rolle, und die meisten Bundesbrüder trinken gelegentlich gerne ein Bier oder ein anderes Getränk. Gleichzeitig ist der Konsum von Alkohol bei uns keine Voraussetzung für die Mitgliedschaft und niemand wird dazu verpflichtet, Alkohol zu trinken. Entscheidend ist nicht, was man trinkt, sondern dass man sich in die Gemeinschaft einbringt und gerne Teil des Bundeslebens ist.
Wir sind eine pflichtschlagende Verbindung. Das bedeutet, dass jeder Bundesbruder im akademischen Fechten ausgebildet wird und während seiner Aktivenzeit zwei Bestimmungsmensuren schlägt.
Bei einer Bestimmungsmensur wird die Partie zwischen verschiedenen studentischen Verbindungen angesetzt. Dabei wird darauf geachtet, dass möglichst gleichwertige Fechter aufeinandertreffen.
In Karlsruhe wird nach dem sogenannten Comment des Karlsruher Fechtring gefochten, dessen Regelwerk im Vergleich zu anderen Fechttraditionen als vergleichsweise mild gilt. Bei sorgfältiger Vorbereitung und regelkonformer Durchführung besteht somit kein echtes Risiko.
Für uns ist das Fechten vor allem ein wichtiger Teil des Verbindungslebens. Die gemeinsame Vorbereitung auf eine Mensur und das gemeinsame Durchstehen dieser Herausforderung stärken den Zusammenhalt der Aktivitas und fördern Eigenschaften wie Disziplin, Verlässlichkeit und Durchhaltevermögen.
Wir leben unseren Grundsatz der politischen Toleranz aktiv aus. Bei uns sind Menschen mit ganz unterschiedlichen politischen Ansichten willkommen, solange diese auf dem Boden der freiheitlich-demokratischen Grundordnung stehen. In unserer Verbindung finden sich daher verschiedenste politische Überzeugungen, von konservativ bis progressiv und von sozial bis wirtschaftsliberal.
Von jeder Form politischen Extremismus distanzieren wir uns entschieden.
Leider gibt es einzelne Studentenverbindungen, die selbst extremistisches Gedankengut vertreten oder mit solchen Positionen in Verbindung gebracht werden. Die große Mehrheit der Studentenverbindungen tut dies jedoch nicht. Dennoch prägen diese wenigen negativen Beispiele häufig die öffentliche Wahrnehmung und werden oft fälschlicherweise auf alle Verbindungen übertragen.
Landsmannschaften zählen zu den ältesten Formen studentischer Verbindungen und haben ihren Ursprung im 18. Jahrhundert. Ursprünglich schlossen sich Studenten gleicher Herkunftsregionen zusammen, woraus auch der Name „Landsmannschaft“ entstand. Heute sind die meisten Landsmannschaften im Coburger Convent organisiert.
Die Landsmannschaften des Coburger Convents verbindet eine Reihe gemeinsamer Grundsätze:
- politisch neutral
- konfessionsunabhängig
- farbentragend
- rein männlich
- pflichtschlagend
Weitere Arten von Verbindungen sind unter anderem Burschenschaften, Corps und katholische Bünde
Wir unterhalten seit vielen Jahrzehnten ein enges Freundschaftsverhältnis zur Landsmannschaft Cheruskia Darmstadt. Durch gegenseitige Besuche, gemeinsame Veranstaltungen und persönliche Freundschaften besteht bis heute ein enger Kontakt zwischen unseren Bünden.
Darüber hinaus pflegen wir insbesondere zu den anderen Karlsruher Landsmannschaften und Turnerschaften ein freundschaftliches Verhältnis. Gemeinsame Veranstaltungen und regelmäßige Begegnungen sorgen dafür, dass auch über die Grenzen des eigenen Bundes hinaus viele Kontakte und Freundschaften entstehen.
Eine besondere Stärke unseres Bundes ist der enge Zusammenhalt zwischen Aktiven und Alten Herren. Zwar verbinden alle Studentenverbindungen Studenten und Alumni, bei uns ist diese Verbindung jedoch besonders eng und freundschaftlich. Als Aktiver kennt man bereits nach kurzer Zeit fast alle Alte Herren persönlich. Nicht selten entstehen daraus auch generationenübergreifende Freundschaften.
Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal ist die Stiftung W+K. Sie wurde 2007 von Alten Herren unseres Bundes gegründet und ist bis heute eine vom KIT anerkannte Stiftung. Ausgewählten Studenten bietet sie Seminare zu Themen wie Führung, Persönlichkeitsentwicklung und Schlüsselqualifikationen an. Wir haben eine enge Beziehung zur Stiftung und viele Mitglieder der Verbindung nehmen an den angebotenen Seminaren teil.
Wenn du während deiner Zeit als Fux feststellst, dass die Verbindung doch nicht das Richtige für dich ist, kannst du jederzeit wieder austreten. Gerade die Fuxenzeit ist als gegenseitige Kennenlernphase gedacht. In dieser Zeit lernst du unsere Gemeinschaft, unsere Werte und das Verbindungsleben näher kennen, während wir gleichzeitig die Möglichkeit haben, dich besser kennenzulernen.
Als aktive Studenten genießen wir ein ausgelassenes Studentenleben mit schönem Haus und vielen gemeinsamen Veranstaltungen. Um nach dem Studium den folgenden Generationen das gleiche Erlebnis zu ermöglichen, zahlt man als Alter Herr einen Jahresbeitrag von 500 €. Viele Alte Herren besuchen regelmäßig Veranstaltungen und unterstützen die Verbindung auch über das Finanzielle hinaus.
